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Fertighäuser · 8 Min. Lesezeit · Aktualisiert am 28. Oktober 2026

Modulhaus: was es ist, was es kostet und welche Genehmigung Sie brauchen

Ein Modulhaus besteht aus Modulen, die im Werk gefertigt und auf dem Grundstück zusammengefügt werden. Die Module können aus Leichtstahl, Stahlrahmen, SIP-Paneelen, Holz oder als Container gebaut sein. Der Preis hängt von Wohnfläche, Bauweise, Ausstattung und dem Leistungsumfang des Angebots ab; bei Green Village gibt es Modul- und Containerhäuser ab Lager ab 10.771 €, Transport inklusive, MwSt. gesondert ausgewiesen, wo sie anfällt. In Deutschland braucht ein Modulhaus, das zum Wohnen auf einem Grundstück steht, in der Regel eine Baugenehmigung nach der Bauordnung des Bundeslandes; nur kleine Gebäude können verfahrensfrei sein.

Ein Modulhaus wird in Teilen — den Modulen — im Werk gebaut und auf dem Grundstück, auf dem es stehen soll, zusammengefügt. Anders als beim konventionellen Bau entsteht der größte Teil des Hauses in der Halle, geschützt vor Regen und Wind; auf der Baustelle bleiben das Fundament, das Zusammenfügen der Module und die Wasser-, Strom- und Abwasserleitungen bis zum Haus.

Dieser Ratgeber erklärt, wie Modulhäuser entstehen, welche Bauweisen es gibt, wovon der Preis abhängt, was das deutsche Baurecht verlangt und wann ein Modulhaus mehr Sinn ergibt als ein Mobilheim oder ein konventioneller Bau. Er wird von Green Village Mobile Homes herausgegeben, das Modulhäuser ab Lager verkauft und in seiner Personalize-Kollektion Modul- und Containerhäuser nach Maß anbietet.

Was ist ein Modulhaus?

„Fertighaus“ ist der Oberbegriff für jedes Haus, dessen Teile im Werk vorgefertigt werden. Das Modulhaus ist eine Form davon: Es kommt in Raummodulen auf das Grundstück — Boxen mit Wänden, Boden und Decke, oft schon mit Leitungen und Innenausbau —, die nebeneinander oder übereinander zusammengefügt werden. Ein Haus kann aus einem oder mehreren Modulen bestehen.

Ein Mobilheim ist eine andere Kategorie: ein komplettes, im Werk auf einem Fahrgestell gebautes Haus, das in einem Stück oder in zwei Hälften geliefert wird und auf Stützen steht. Ein Modulhaus steht auf einem dafür vorbereiteten Fundament und kann durch weitere Module wachsen. Beide sind vorgefertigt; der Ratgeber Mobilheim oder Fertighaus vergleicht sie im Detail.

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Wie es gebaut wird: die Bauweisen

Was Modulhäuser voneinander unterscheidet, ist die Konstruktion der Module. Sie bestimmt Dämmung, Gewicht, Fundament und Pflege. Fragen Sie beim Vergleich von Angeboten deshalb nach einer Beschreibung von Tragwerk, Wänden und Dach, nicht nur nach Wohnfläche und Zimmerzahl. Die häufigsten Bauweisen sind:

  • Leichtstahl — verzinkte, kaltgeformte Stahlprofile bilden das Gerüst, mit Dämmung dazwischen und Beplankung innen und außen.
  • Stahlrahmen — ein schwererer Stahlrahmen bildet das Modul und wird mit gedämmten Paneelen ausgefacht.
  • SIP-Paneele — Structural Insulated Panels mit einem Dämmkern zwischen zwei Platten, die zugleich Wand und Dämmung sind.
  • Holz — Holzrahmenbau oder Brettsperrholz (CLT); der Ratgeber Holzhaus als Fertighaus erklärt die Systeme.
  • Container — Module mit der Struktur eines Seecontainers, umgebaut, ausziehbar oder faltbar; der Ratgeber Containerhaus erklärt jeden Typ.

Was kostet ein Modulhaus?

Einen Quadratmeterpreis, der für jedes Haus passt, gibt es nicht: Der Endpreis hängt von Wohnfläche und Grundriss, Bauweise, Ausstattung und vor allem vom Leistungsumfang des Angebots ab. Ein Haus nach Maß durchläuft Planung und Fertigung, und sein Preis steht erst danach fest; bei einem Haus ab Lager steht der Preis fest, bevor Sie zahlen.

Bei Green Village beginnen die Modul- und Containerhäuser ab Lager bei 10.771 €, der Median liegt bei 49.887 €. Jeder Preis ist ein Lieferpreis: Er enthält den Transport an das gewählte Ziel, die MwSt. wird gesondert ausgewiesen, wo sie anfällt. Sehen Sie sich die Fertighäuser und die Containerhäuser an, jedes mit eigener Seite, Fotos und Wohnfläche.

Prüfen Sie vor dem Vergleich zweier Angebote, ob sie dasselbe umfassen:

Was prüfenWarum
Planung und GenehmigungManche Angebote enthalten Pläne, Statik und Bauantrag, andere überlassen sie dem Käufer.
FundamentEin Modulhaus braucht ein vorbereitetes Fundament; die Kosten hängen vom Baugrund ab.
TransportFragen Sie, ob der Transport im Preis enthalten und versichert ist.
Wasser, Strom, AbwasserDie Leitungen bis zum Haus werden meist separat angeboten.
AusstattungKüche, Bäder, Fenster und Heizung verändern den Endpreis stark.
MwSt.Prüfen Sie, wie die MwSt. ausgewiesen ist; bei Green Village steht sie immer gesondert.

Baugenehmigung und Baurecht in Deutschland

In Deutschland gelten für Vorhaben, die die Errichtung, Änderung oder Nutzungsänderung von baulichen Anlagen zum Inhalt haben, die §§ 30 bis 37 des Baugesetzbuchs; das Bauordnungsrecht bleibt daneben unberührt (§ 29 BauGB). Jedes Bundesland hat seine eigene Bauordnung. Die Bayerische Bauordnung zum Beispiel behandelt als bauliche Anlagen auch Anlagen, die nach ihrem Verwendungszweck dazu bestimmt sind, überwiegend ortsfest benutzt zu werden (Art. 2 Abs. 1 BayBO), und die Errichtung von Anlagen bedarf der Baugenehmigung, soweit die Bauordnung nichts anderes bestimmt (Art. 55 Abs. 1 BayBO). Verfahrensfrei sind dort unter anderem Gebäude mit einem Brutto-Rauminhalt bis zu 75 m³, außer im Außenbereich (Art. 57 Abs. 1 Nr. 1 Buchst. a BayBO); auch dann müssen die Anforderungen des öffentlichen Rechts, etwa des Bebauungsplans, eingehalten werden (Art. 55 Abs. 2 BayBO). Ob auf dem Grundstück gewohnt werden darf, folgt aus dem Bebauungsplan oder, innerhalb der im Zusammenhang bebauten Ortsteile, aus der Eigenart der näheren Umgebung (§ 34 BauGB); im Außenbereich ist ein Vorhaben nur für die in § 35 Abs. 1 BauGB genannten Zwecke zulässig, etwa für einen land- oder forstwirtschaftlichen Betrieb, sonstige Vorhaben nur im Einzelfall (§ 35 Abs. 2). In Österreich und der Schweiz gelten die Bauordnungen der Bundesländer bzw. der Kantone. Fragen Sie vor dem Kauf beim Bauamt Ihrer Gemeinde nach.

Für den Energiebedarf beheizter Gebäude gilt das Gebäudemodernisierungsgesetz (GModG, früher Gebäudeenergiegesetz). Für ein kleines Gebäude mit höchstens 50 m² Nutzfläche (§ 3 Abs. 1 Nr. 17 GModG) gelten die Anforderungen an neue Gebäude nach § 10 Abs. 2 als erfüllt, wenn die Außenbauteile die Höchstwerte der Wärmedurchgangskoeffizienten nach § 36 einhalten; dasselbe gilt für Gebäude aus Raumzellen von jeweils bis zu 50 m² Nutzfläche, die für eine Nutzungsdauer von höchstens zehn Jahren bestimmt sind (§ 104 GModG). Ein größeres Haus, das dauerhaft bewohnt wird, muss die Anforderungen an neue Wohngebäude erfüllen: Fragen Sie nach dem Energienachweis.

Klären Sie in der Praxis mit dem Bauamt, was das Grundstück zulässt und welche Genehmigung das Haus braucht, und unterschreiben Sie erst danach. Der Ratgeber Mobilheim kaufen in Deutschland behandelt Campingplätze und Ferienparks, der Ratgeber Genehmigungen in Europa vergleicht andere Länder.

Vor- und Nachteile eines Modulhauses

Ein Modulhaus passt zu allen, die Werksqualität und weniger Arbeit auf der Baustelle wollen; Grundstück, Genehmigung und Leitungen bis zum Haus braucht es trotzdem.

VorteileNachteile
Gebaut in der Halle, mit Qualitätskontrolle im WerkBraucht ein Grundstück mit Zufahrt für den Transport und ein vorbereitetes Fundament
Weniger Bauarbeiten und Abfall auf der BaustelleDie Genehmigung folgt denselben Regeln wie bei jedem anderen Gebäude und wird vom Bauamt erteilt
Kann durch weitere Module wachsenEin Haus ab Lager hat einen festen Grundriss; Änderungen bedeuten einen Bau nach Maß
Ab Lager steht der Lieferpreis fest, bevor Sie zahlenWasser-, Strom- und Abwasserleitungen bis zum Haus sind nicht im Hauspreis enthalten

Modulhaus, Mobilheim oder Lodge?

Alle drei werden im Werk gebaut, und alle drei sind im Katalog von Green Village. Die Wahl hängt von Nutzung und Grundstück ab:

  • Modulhaus — für ein dauerhaftes Zuhause auf einem vorbereiteten Fundament oder um mehrere Module zu verbinden. Siehe die Fertighäuser ab Lager, ab 10.771 €.
  • Mobilheim — ein komplettes Haus auf Fahrgestell, für einen Campingplatz, einen Ferienpark, die Vermietung oder das eigene Grundstück, sofern das Baurecht es zulässt. Gebraucht ab 12.500 € und neu ab 15.550 € im Katalog.
  • Lodge — ein größeres, besser gedämmtes Haus aus dem Werk mit der Ausstattung eines Wohnhauses; die Premium-Kollektion zeigt die neuen Lodges und Chalets.

Modulhäuser bei Green Village

Green Village Mobile Homes verkauft fertig gebaute Häuser ab Lager: neue und gebrauchte Mobilheime, Modulhäuser, Containerhäuser, Kapselhäuser und Tiny Houses. Jede Einheit hat eine eigene Seite mit Fotos und dem Lieferpreis für das gewählte Ziel, MwSt. gesondert ausgewiesen, wo sie anfällt. Der Transport wird von Mobile Home Logistic organisiert, ist im Preis inbegriffen und zu 100 % des Hauswerts versichert. Für ein Land, für das keine Seite einen Lieferpreis zeigt, erstellt Green Village ein Angebot.

Es gibt 72 Modul- und Containerhäuser ab Lager ab 10.771 €. Wählen Sie Ihr Land unter „Importieren nach“ oben rechts auf der Website, und jede Seite zeigt den Preis, geliefert an dieses Ziel. Für ein Haus nach Maß bietet die Personalize-Kollektion Modulhäuser, ausziehbare Containerhäuser, Kapseln und Kuppeln.

Die Anbieter von Modul- und Fertighäusern in Deutschland, Österreich und der Schweiz, mit denselben Kriterien verglichen: Modul- und Fertighausanbieter im Vergleich.

Zusammenfassung

  • Modulhaus = ein Haus aus im Werk gefertigten Modulen, die auf dem Grundstück auf einem vorbereiteten Fundament zusammengefügt werden.
  • Leichtstahl, Stahlrahmen, SIP-Paneele, Holz und Container sind die häufigsten Bauweisen.
  • Der Preis hängt vom Leistungsumfang ab: Planung, Fundament, Transport, Leitungen bis zum Haus und MwSt.
  • In Deutschland braucht ein Modulhaus zum Wohnen in der Regel eine Baugenehmigung; was das Grundstück zulässt, entscheiden Bebauungsplan, §§ 34 und 35 BauGB und die Landesbauordnung.

Häufig gestellte Fragen

Was ist ein Modulhaus?

Ein Haus aus Modulen, die im Werk gebaut werden — Boxen mit Wänden, Boden und Decke, oft schon mit Leitungen und Innenausbau —, und die auf dem Grundstück auf einem vorbereiteten Fundament zusammengefügt werden. Es ist eine Form des Fertighauses.

Was kostet ein Modulhaus?

Das hängt von Wohnfläche, Bauweise, Ausstattung und Leistungsumfang ab. Bei Green Village beginnen die Modul- und Containerhäuser ab Lager bei 10.771 € (Median 49.887 €), Transport inklusive, MwSt. gesondert ausgewiesen, wo sie anfällt.

Braucht man für ein Modulhaus eine Baugenehmigung?

In der Regel ja. Für die Errichtung baulicher Anlagen gelten die §§ 30 bis 37 BauGB, und das Bauordnungsrecht des Bundeslandes bleibt unberührt (§ 29 BauGB); die Bayerische Bauordnung etwa verlangt für die Errichtung von Anlagen eine Baugenehmigung, soweit sie nichts anderes bestimmt (Art. 55 Abs. 1), und lässt nur kleine Gebäude verfahrensfrei (Art. 57). Im Außenbereich ist ein Wohnhaus nur in den Fällen des § 35 BauGB zulässig. Fragen Sie vor dem Kauf beim Bauamt nach.

Was ist der Unterschied zwischen Modulhaus und Fertighaus?

„Fertighaus“ ist der Oberbegriff für jedes Haus mit im Werk vorgefertigten Teilen. Ein Modulhaus ist eine Form davon, die in Raummodulen geliefert wird; viele Fertighäuser werden dagegen aus Wandtafeln gebaut, und ein Mobilheim ist eine weitere Form, komplett auf einem Fahrgestell.

Gilt das Gebäudemodernisierungsgesetz (früher GEG) für Modulhäuser?

Ja, für beheizte Gebäude. Für kleine Gebäude bis 50 m² Nutzfläche und für Gebäude aus Raumzellen von jeweils bis zu 50 m², die für höchstens zehn Jahre bestimmt sind, gelten die Anforderungen als erfüllt, wenn die Außenbauteile die Höchstwerte der Wärmedurchgangskoeffizienten nach § 36 einhalten (§ 104 GModG). Ein größeres, dauerhaft bewohntes Haus muss die Anforderungen an neue Wohngebäude erfüllen.

Wo sehe ich Modulhäuser mit Preis?

Im Katalog von Green Village: Jedes Modulhaus ab Lager hat eine eigene Seite mit Fotos, Wohnfläche und dem Lieferpreis für das gewählte Ziel.

Quellen und Referenzen

  1. Baugesetzbuch, § 29 — Begriff des Vorhabens (gesetze-im-internet.de)
  2. Baugesetzbuch, § 34 — Vorhaben innerhalb der im Zusammenhang bebauten Ortsteile (gesetze-im-internet.de)
  3. Baugesetzbuch, § 35 — Bauen im Außenbereich (gesetze-im-internet.de)
  4. Bayerische Bauordnung, Art. 2 — Begriffe (gesetze-bayern.de)
  5. Bayerische Bauordnung, Art. 55 — Grundsatz der Genehmigungspflicht (gesetze-bayern.de)
  6. Bayerische Bauordnung, Art. 57 — Verfahrensfreie Bauvorhaben (gesetze-bayern.de)
  7. Gebäudemodernisierungsgesetz, § 104 — Kleine Gebäude und Gebäude aus Raumzellen (gesetze-im-internet.de)

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